Lerntipps: So merkst du dir Sachen, die einfach nicht hängen bleiben
Ob eine Vokabel, ein Zusammenhang zwischen Themen oder eine bestimmte Zahlenfolge – manchmal will es einfach nicht im Kopf bleiben. Ich bin mir sicher, viele kennen das Gefühl: Eigentlich hat man gut gelernt, aber es gibt diese eine Sache, an der es am Ende doch hängen bleibt.
Genau dafür braucht man die passende Lernmethode. In diesem Artikel zeige ich dir ein paar Tipps, Tricks und Methoden, die dir das Merken leichter machen können.
Die Mindmap – für Zusammenhänge
Eine Methode, die dir vor allem hilft, Sachzusammenhänge zu verstehen, ist die Mindmap. Sie hilft dir nicht nur, deine Gedanken zu ordnen, sondern verschafft dir auch einen besseren Überblick über komplexe Themen. Besonders gut funktioniert das in Geschichte. Dort muss man oft den Zusammenhang zwischen vielen Ereignissen verstehen. Eine Mindmap macht das Thema sichtbar und gibt dir Struktur.
Die Loci-Methode – für Vokabeln und Gedichte
Um sich Vokabeln oder sogar Gedichte langfristig zu merken, ist die Loci-Methode sehr beliebt. „Loci” bedeutet auf Lateinisch „Orte” – und genau das ist der Trick: Man verknüpft Vokabeln oder die Verse eines Gedichts mit Orten, die man dann bei einem gedanklichen Spaziergang besucht. Wie das funktioniert? Ein Beispiel: Du nimmst die Vokabel „three” (englisch für 3). Sie hört sich ähnlich an wie das englische Wort für Baum („tree”). So findest du den ersten Ort deines Gedankenspaziergangs – einen Baum. Mit den folgenden Vokabeln baust du dir einen ganzen Weg auf, den du beim Abrufen wieder entlanggehen kannst.
Das Zahl-Form-System – für Zahlen und Formeln
Um sich eine bestimmte Zahlenfolge zu merken, wird oft das Zahl-Form-System verwendet. Dabei ordnet man jeder Ziffer von 0 bis 9 eine Form, ein Lebewesen oder einen Gegenstand zu, die der Ziffer ähnlich sehen. Der 0 zum Beispiel einen Schneeball, der 1 einen Pfeil. Wenn du dein eigenes System einmal beherrschst, kannst du dir damit Formeln oder sogar Telefonnummern merken.
Welche Technik benutze ich?
👉 Meine Technik unterscheidet sich leicht von der Loci-Methode. Wenn ich mir zum Beispiel den Aufbau einer Textanalyse oder eine bestimmte Formel merken will, verknüpfe ich den Anfangsbuchstaben jedes Wortes mit einem neuen Wort und baue daraus eine kleine Geschichte oder einen Satz. Vor allem bei Formeln ist das effektiv, weil ich mir durch das Bild im Kopf eine bessere Verknüpfung schaffe. Da ich dazu neige, Formeln in Prüfungen zu vergessen, nutze ich genau diese Methode. Ein Beispiel: die Formel für eine Gerade (y = m · x + t). Meine Geschichte dazu lautet: „Yasper ist froh. Melanie malt Xenia und Tim kommt dazu.” Bei Formeln kannst du sogar die Rechenzeichen wie „ist gleich”, „mal” oder „plus” mit einbauen.
Fazit
Es gibt viele effektive Lernmethoden, die dir helfen können, dir Sachen besser zu merken. Vielleicht kennst du sogar schon einige davon. Und wenn nicht – viel Spaß beim Ausprobieren!
💡 Extra-Tipp
Erfinde deine eigenen Beispiele und Eselsbrücken. Die wirken oft viel besser als auswendig gelernte, weil du beim Erfinden schon selbst denkst – und genau dadurch bleibt es im Kopf.
✍️von Lilian Bürk – Die Themen-Taucherin, Schülerin der 10. Klasse. Schickt man sie auf einen Klassenausflug, kennt sie die Stadt vorher besser als der Reiseleiter. Diese Recherche-Energie steckt sie auch in ihre Lerntipps fürs Kleeblatt-Lernmagazin.